Der Secure Match Básico v.2.0-Test ermöglicht es, das Risiko zu bewerten, ob der Nachwuchs an einer der in diesem Test untersuchten Krankheiten erkranken könnte. Hierzu wird geprüft, ob in den Erbanlagen künftiger Eltern – oder gegebenenfalls in den Gametenspendern (Eizellen- oder Samenspender) – pathogene oder möglicherweise pathogene Varianten vorliegen. Dieser Test umfasst die schwerwiegendsten autosomal-rezessiven Erkrankungen mit bekannter hoher Trägerhäufigkeit und frühem Krankheitsbeginn, wie von der Spanischen Gesellschaft für Fertilität (Sociedad Española de Fertilidad, SEF) empfohlen.
Die Bedeutung dieser Untersuchung liegt darin, dass es über 1.000 rezessiv vererbte monogene Erkrankungen gibt und fast jeder Mensch zwischen 14 und 18 genetische Varianten in genassoziierten Krankheitsgenen trägt. Für einen Einzelnen ist das in der Regel ungefährlich, da Träger rezessiver Varianten zumeist symptomfrei bleiben. Sind jedoch beide Partner Träger einer Variante im gleichen Gen, beträgt das Risiko für die Weitergabe an die Nachkommen und damit das Auftreten der Erkrankung 25 %.
Man schätzt, dass 1–2 % aller Neugeborenen von genetischen Krankheiten betroffen sind, weil beide Eltern Träger unbekannter genetischer Varianten sind.
Der Zweck von Secure Match ist, dem behandelnden Arzt und dem Paar relevante Informationen zu liefern, damit sie fundierte Entscheidungen über die verfügbaren reproduktiven Optionen treffen können. Auf diese Weise lässt sich das Risiko der Weitergabe erblicher Krankheiten verringern und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass gesunde Kinder zur Welt kommen.