Zöliakie

Warum diesen Test wählen?

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Die Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung, die etwa 1 % der Bevölkerung betrifft. Sie führt zu einer Reaktion des Immunsystems auf Gluten, das in Getreideprodukten und anderen häufig konsumierten Lebensmitteln enthalten ist. Bei den meisten Patienten dauert es durchschnittlich 10 Jahre, bis eine Zöliakiediagnose gestellt wird.

Typischerweise äußert sich die Zöliakie durch eine Enteropathie (Schädigung der Dünndarmschleimhaut), die zu einer Darmatrophie und infolgedessen zu einem Malabsorptionssyndrom führen kann. Damit gehen Symptome wie Durchfall, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Blähungen und Anämie einher. Bei Kindern kann diese Erkrankung das Wachstum und die Entwicklung beeinträchtigen. Darüber hinaus können extraintestinale Manifestationen auftreten, zum Beispiel gynäkologische, neurologische oder endokrinologische Probleme (z. B. Hypothyreose) sowie dermatologische Erscheinungen (z. B. Psoriasis oder Dermatitis herpetiformis).

Der Gentest für Zöliakie besteht in der Bestimmung des HLA-DQ2-Haplotyps (DQA105:01, DQB102), der in nahezu 90 % der Fälle nachgewiesen wird, und des HLA-DQ8-Haplotyps (Allel DQB1*03:02), der bei den übrigen ca. 5 % vorkommt. Fällt das Ergebnis für beide Marker negativ aus, schließt dies Zöliakie mit hoher Wahrscheinlichkeit aus. Allerdings bedeutet das Vorhandensein eines dieser Haplotypen nicht zwangsläufig, dass sich die Krankheit entwickelt (etwa 35–40 % der Allgemeinbevölkerung besitzen die HLA-DQ2- und/oder -DQ8-Heterodimere). Jedoch steigt das Risiko, an Zöliakie zu erkranken, um das 10-Fache, wenn der Haplotyp vorliegt.

Zöliakie

VORTEILE

  • 1.

    Hoher negativer Vorhersagewert
    Ein negatives Testergebnis für beide Marker schließt Zöliakie nahezu zu 100 % aus. Der Test allein besitzt jedoch keinen hohen positiven Vorhersagewert und sollte daher nicht als alleiniges Diagnosekriterium verwendet werden.

  • 2.

    Frühzeitige Lösung
    Eine rechtzeitige Erkennung kann verhindern, dass die Lebensqualität der betroffenen Person weiterhin beeinträchtigt wird.

Anhand einer Speichelprobe oder einer EDTA-Vollblutprobe wird DNA isoliert und auf die HLA-Klasse-II-Antigene untersucht, die zu den Haplotypen DQ2 (Allele DQB102, DQA105) und DQ8 (DQB1*03:02) führen. Als interner Kontrolldetektor dient die β-Globin-Sequenz in einer quantitativen Echtzeit-PCR (qPCR).

Mögliche Ergebnisse:

  • Sehr hohes Risiko: Nachweis von HLA-DQ2 mit zwei Kopien des Allels HLA-DQB1*02.
  • Hohes Risiko: Nachweis von HLA-DQ2 mit einer Kopie des Allels HLA-DQB1*02 oder homozygoter HLA-DQ8-Befund.
  • Mittleres Risiko: Nachweis von HLA-DQ8 und/oder des Allels HLA-DQB1*02.
  • Niedriges Risiko: Vorhandensein des Allels HLA-DQA1*05.
  • Keine Risikogene: Keine der oben genannten Allele/Haplotypen liegen vor.

Bitte besprechen Sie das Ergebnis des Tests mit Ihrem Arzt.

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WORIN BESTEHT DIE UNTERSUCHUNG?

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Für wen ist dieser Test geeignet?

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  • Personen mit gastrointestinalen Beschwerden.
  • Personen, die ihre genetische Veranlagung hinsichtlich einer möglichen Glutenunverträglichkeit ermitteln möchten – auch wenn keine Symptome vorliegen.
  • Personen mit Zöliakie in der nahen Verwandtschaft.
  • Personen mit Verdacht auf Zöliakie, die keine Darmbiopsie durchführen lassen, sowie Personen mit positiver Serologie und unklarer/normaler Biopsie oder Patienten mit Beschwerden, aber negativer Serologie und Biopsie.